Papstbriefe - Echte und unechte Papstbriefe 1 (42-309) 4. Clemens I. (91 – 100) Fragmente
9. Aus dem 9.Briefe des hl.Clemens Romanus. Damit wir auch das Dasein haben durch seinen Willen, die wir nicht waren, bevor wir erschaffen wurden; und damit wir, erschaffen, die wegen uns erschaffenen Güter genießen. Deßhalb sind wir Menschen und besitzen Verstand und Vernunft, welche wir von ihm erhalten haben. 1 [S. 181]
1: Dieses Element, welches Jacobson aus Ang. Maji Nova Collectio vet. Patr. t. VII, p. 84 entnommen hat, ist in den daselbst edirten Schriften des Leontius als Bruchstück aus einem 9. Briefe des Clemens Romanus citirt; Dr. Nolte bemerkt dann, daß es Anklänge an verschiedene Stellen der clement. Homilien enthalte; das ist allerdings richtig, es ist aber keineswegs so spezifsch charakteristrt, daß sein Zusammenhang mit den Clementinen nothwendig angenommen werden muß; überhaupt ist bei diesem sowie bei den übrigen Fragmenten, welche in pseudoclementinischen Schriften theils dem Wortlaute, theils dem Inhalte enthalten sind, ganz gut zweierlei möglich: entweder sind diese wirklich wörtlich oder treu aus den pseudoclementinischen Schriften entlehnt, weil dieselben, insbesondere die Recognitionen, den Kirchenvätern als echte, wenngleich corrumpirte Werke des Clemens Romanus angesehen und auch oft gebraucht wurden, oder es können auch umgekehrt diese unsere Bruchstücke von Pseudo-Clemens aus echten Schriften des hl. Clemens in sein Machwerk aufnommen worden sein.
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