Zosimos (um 500) Neue Geschichte (Historia nea)Erstes Buch
Inhalt [S. 25] Das Wachsthum der Römischen Macht fällt in einen eingeschränkten Zeitraum. (K. 1.) Nachdem die Griechen mit vorzüglicher Tapferkeit die Perser abgetrieben hatten, schwächten sie sich durch innerliche Kriege, und wurden von Philipp und Alexandern unterjocht. (K. 2-4.) Hierauf gelangten die Römer zum Besitze der mächtigsten Herrschaft, welche endlich ein Einziger erhält. (K. 5.) Oktavians meiste Nachfolger sind keiner Erwähnung werth. (K 6-8.) Severus bewies, nach Unterdrückung Albins und Nigers, besondere Tapferkeit gegen die Perser. (K. 8.) Antoninus, dessen Sohn, behielt zwar über Macrinus die Oberhand, wurde aber seiner Ausschweifungen halber umgebracht. (K. 9. 10). Alexander hatte, seiner rühmlichen Staatsverwaltung ungeachtet, gleiches Schicksal. (K. 11.12.) Maximinus, war Tyrann. [S. 26] dringen Barbaren von allen Seiten in das Römische Gebiet; Anmaßer in großer Zahl erschüttern den Staat, der Kaiser selbst aber gerieth im Persischen Kriege in feindliche Gefangenschaft, worin er umkam. (K. 29-36.) Gallienus, vorher schon Mitregent des Vaters, ist unfähig das Reich vor Zerrüttung zu schützen. (K. 37-40. ) Klaudius treibt zwar mit Tapferkeit die Barbaren zurück, stirbt aber bald an der Pest. (K. 41-46.) Quintillus, dessen Bruder, wählt einen freiwilligen Tod, (K. 47.) weil er sich dem Aurelianus nicht gewachsen fühlte, welcher die Barbaren demüthigte, die Anmaßer, insbesondere Zenobia, unterdrückte, den Staat rette und durch heilsame Gesetze in Ordnung brachte. (K. 48-62.) Tacitus (K. 63.) und Florianus regieren kurz. Der würdigere, dem Staate nützliche Probus kömmt im Soldatenaufstand um, 64. bis Ende. - Die Supplemente erzählen des Probus Tod, erwähnen des Karus, Numerianus und Karinus.
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