Aula MagnaPublié le 27.03.2025

Untersuchungsarbeiten nach Wassereintritt verunmöglichen die Nutzung bis auf Weiteres


Die Aula Magna im Gebäude Miséricorde bleibt für alle geschlossen in diesem Jahr. Präzise Wärmeanalysen in der kalten Jahreszeit haben ergeben, dass Wasser eindringt und damit das Bauwerk gefährdet. Dadurch müssen diverse grössere Events verlegt oder neu terminiert werden.

Im Dezember 2024 gab es noch die Hoffnung, dass die Reparaturarbeiten während vordefinierten Zeitfenstern erfolgen könnten. Das hätte es internen Veranstaltern weiterhin erlaubt, die Aula zu benützen.

Die Thermografieaufnahmen vom Februar 2025 zeigten, dass sich in mehreren Bereichen Wasser unter der Abdichtung und der Isolierung befindet, was auch die obere Armierung der Deckenplatte angreifen könnte. Beobachtungen zeigten auch, dass manche Armierungseisen durchgerostet oder gar ganz verschwunden sind und die Stabilität dieses Gebäudeteils nicht mehr garantiert werden kann. Weitere Abklärungen sind nun nötig, um das Ausmass der Schäden evaluieren zu können.

Kulturell wertvolles Erbe
Das Gebäude von Architekt Denis Honegger wurde während des Zweiten Weltkriegs gebaut. Es ist auf der höchsten Stufe des nationalen architektonischen Erbes geschützt. Jede Intervention wird daher mit dem Amt für Kulturgüter des Kantons Freiburg abgesprochen.

Ab April werden Gerüste hingestellt und die Untersuchungsarbeiten schrittweise angegangen. Dank der Gerüste kann auch der Zustand der Fassade überprüft und, falls nötig, können Unterhaltsarbeiten durchgeführt werden.

Alternativen
Die Universitätsleitung bedauert die Kurzfristigkeit dieser Interventionen, welche interne und externe Veranstalter vor zusätzliche Herausforderungen stellt. Angesichts der Tragweite der festgestellten Schäden war ein sofortiges Handeln jedoch alternativlos.

Veranstalter können die Raumverwaltung kontaktieren, welche im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach alternativen Lösungen an der Universität suchen wird. Wann der grösste Saal der Universität Freiburg wieder geöffnet werden kann, steht momentan noch nicht fest.

Photo: Jessica Genoud